Montag, 14. März 2016

Soundperformance Æther / Künstler-Koch Gespräch mit Sven Elverfeld, 2016


Sven Elverfeld  / Sebastian Pralle (Foto:Christian Lohre)
Performance / Transparentpapier, Kontaktmikrophon, Multieffektgerät

https://vimeo.com/158886592
Zum Abschluss der Ausstellung Æther in der Jungen Kunst Wolfsburg gab es zwei besondere Programmpunkte: Mittags war der Sternekoch Sven Elverfeld (Ritz-Carlton / Aqua) zu einem Künstler-Koch Gespräch eingeladen, bei dem der gemeinsame Umgang mit sensorischer Wahrnehmung, insbesondere der Geruchswahrnehmung, diskutiert wurde. Dabei waren Arbeitsweisen, persönliche sensorische Erlebnisse und Gemeinsamkeiten zwischen Küche und multisenorischer Kunst die Gesprächsthemen.

Abends wurde die Ausstellung mit einer Rede von Prof. Ulrich Eller (HBK Braunschweig) und einer Soundperformance von Sebastian Pralle abgeschlossen, die die Geruchsträger der Ausstellung als Klangerzeuger erfahrbar machte.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Æther, 2016






Multisensorische Rauminstallation / Div. Transparentpapiere, Geruchssessenzen
Die Installation Æther setzt den Besucher mehreren sensorischen Reizen aus: ein Zusammenspiel aus Geruch, Klang, Licht und Haptik verändert die Raumwahrnehmung und stimuliert durch subtile Eingriffe die Sinneswahrnehmung. Die Geruchsträger wurden in wochenlangen Prozessen mit unterschiedlichen Geruchsstoffen behandelt und so zum Geruchsobjekt transformiert. Aufgepannt als Membran unterteilen diese nun den Raum in Duftzonen. Die Dramaturgie der Installation ist inspiriert von der muskalischen Kompositionsidee „per aspera ad astra“, der Rundgang beginnt mit erdigen, schweren und entwickelt sich immer leichter, um sich im rituellen Geruch von Myrrhe aufzulösen

Junge Kunst e.V.
Schillerstraße 23
D-38440 Wolfsburg

23.01-12.03.2016 

http://junge-kunst-wolfsburg.de/

Mittwoch, 2. September 2015

Der Abend nach dem Sturm, 2015

Klangobjekt / Munitionskiste, Kontaktmikrophon, Elektromotor, Kophörer, Verstärker, Tisch,
Duftessenzen
Der italienische Künstler Luigi Russolo verfasste 1913 das Manifest "L'arte dei rumori" (Die Kunst der Geräusche), welches eine der ersten Abhandlungen über Klang in der Bildenden Kunst darstellt. In diesem Manifest beschreibt Russolo unter anderem auch die akustischen Eigenschaften von Munitions- und Granatenarten und deren Potential als Kompositionsmaterial. Das was uns heute bleibt, als Dokumente vergangener Kriegsgeschichte, sind Munitionshülsen und Munitionskisten.Diese Objekte besitzen neben ihrer historischen und ästhetischen Dimension auch Eigenschaften als Resonanzkörper. Die Installation "Der Abend nach dem Sturm" besteht aus einer Zusammenstellung von Objekten, mit denen der Besucher interagieren kann. Auf einem Holztisch steht eine alte Munitionskiste, daneben liegt ein Köpfhörer. Die Oberfläche des Tischs ist leicht aufgeraut und ein sonderbarer Geruch ist wahrnehmbar. Über die Kopfhörer sind live erzeugte Klänge zu hören, die aus einer Bewegung innerhalb des Objektes resultieren. Eine Gesamtatmosphäre aus Klang, Geruch und Haptik entsteht und entführt den Besucher in ihre eigene Erzählung. Es entstehen gedankliche Verknüpfungen zur historischen Dimension des Objektes, aber auch zu dem flüchtigen Moment, in dem vergangene Sinneserfahrungen noch spürbar sind, bevor sie verschwinden. Das Objekt bleibt als Echo des historischen Erfahrungsmoments erhalten.

Ausgestellt bei der 4. Kestnerschau in der Marktkirche Hannover (03.09-30.09.2015)

Montag, 27. Juli 2015

Sulphur, 2015


Multisensorische Installation / Stahlplatten, Exciter-Lautsprecher, Verstärker, Projektion, Geruchsobjekte